Sonntag, 30. November 2014

Das Paul-Scherrer-Institut forscht an neuartigen Atomreaktoren

MSR-Kernenergie kann mit ausgebrannten Brennstäben betrieben werden. So ist es möglich, den in Zwischenlagern schlummernden atomaren Abfall praktisch komplett zu vernichten. Am Schluss bleiben noch 3 Prozent des ursprünglichen Materials übrig, das zudem deutlich weniger stark strahlt. Quelle: http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/politik/die_angst_vor_der_zukunft/?fb_comment_id=fbc_748110955264403_748411655234333_748411655234333#f17bc150f

Nuklearia e.V. Erlangen begrüßt ersten Kernenergietarif Deutschlands

Nun ist es offiziell: Der erste Kernenergietarif Deutschlands mit 100% Atomstrom ist auf dem Markt. Und kommt aus Bayern. 
Der Augsburger Energiedienstleister MAXENERGY GmbH bietet unter der Homepage http://maxatomstrom.de  ab sofort einen Kernenergietarif an. 

Unterstützt wird das Vorhaben von prominenten Naturschützern und Wissenschaftlern wie Patrick Moore, Gründungsmitglied von Greenpeace, Burton Richter, einem Physik-Nobelpreisträger und emeritierten Professor der Universität Stanford und Stephen Tindale. Tindale ist Umweltaktivist und einer der führenden Köpfe der britischen Umweltschutzbewegung. Er war unter anderem Leiter von Greenpeace UK sowie Greenpeace EU und Berater des britischen Umweltministers Michael Meacher.

Auf der Homepage unter http://maxatomstrom.de kann sich jeder Interessent über die Argumente für Kernenergie informieren, sowie den ganz persönlichen Preis für einen entsprechenden Vertrag ermitteln. 

Frank Heinze von der Regionalgruppe Franken des Vereins Nuklearia e.V. hat zwiespältige Gefühle: 
„Super Sache erstmal. Endlich das richtige Angebot für wirkliche Versorgungssicherheit und Umweltschutz! Zumal der Preis mit 25,4 ct/kWh brutto sogar unter dem ERconomy-Tarif der Stadtwerke liegt. Nur schade, dass es ein auswärtiger Anbieter ist. 

Wir haben den Stadtwerken schon vor Monaten angeboten, einen 100% - Kernenergietarif anzubieten. Fast zweitausend Menschen haben unsere Petition unterschrieben. Bisher leider ohne eine Antwort seitens der Stadtwerke, der Stadtrat wollte sich auch nicht damit beschäftigen. Stattdessen werden Millionen Euro in nahezu ertraglose Windkraftanlagen versenkt.“  

Heinze hofft nun auf schnelle Einsicht in der Vorstandsetage und den Einstieg in einen lokalen Kernenergietarif. 

Heinze weiter: 
"Der Weltklimarat setzt mit der neuesten Ausgabe des Weltklimaberichtes auf den Ausbau
der Kernenergie und die Abscheidung von Kohlendioxid. In solche Methoden müssten jedes Jahr 147 Milliarden Euro zusätzlich investiert
werden. Deutschland handelt mit der erschreckenden Zunahme fossiler Energieträger im Zuge des weltweit mit Kopfschütteln zur Kenntnis
genommenen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie unverantwortlich. Eine neue Debatte über die Laufzeitverlängerung moderner deutscher Kernkraftwerke ist dringend notwendig.“

Samstag, 15. November 2014

Kernkraftfreunde wollen den 6% - Kernkraftanteil am Stadtwerkestrom

Nach dem Stadtrat hat auch die Regierung von Mittelfranken eine
Bürgerfragestunde zum Thema
"Kernenergietarif" bei den Erlanger Stadtwerken abgelehnt. Es handele
sich hier um das „operative Geschäft“ der Stadtwerke.

Frank Heinze vom Verein Nukleariae.V.:
"Das mag formal richtig sein, demokratisch halte ich es hingegen für falsch.
Interessant sind hingegen die Ausführungen der Regierungsbehörde.
Demzufolge handelt es sich beim Energiewende-Stadtratsbeschluss von
2011 offenbar formal um eine unverbindliche Resolution, da der
Stadtrat den EStW auch hier gar keine Vorschriften in Bezug auf die
Energieeinkauf/erzeugung machen kann. Es steht den EStW demnach auch
frei, Energietarife aller Art anzubieten."

Heinze weiter: "Wie wir durch unsere erfolgreiche Petition wissen,
besteht großes Interesse an einem Kernenergietarif. Mehrere hundert
Neukunden allein aus der Metropolregion sind jetzt schon sicher. Nur
durch die Mundpropaganda.

Da im EStW-Strommix ohnehin knapp 6% Kernenergiestrom ausgewiesen sind, könnten die Stadtwerke dieses Kontingent rein formal auch vermarkten. Es
entstünden kaum Kosten, viele Interessenten wären auch durchaus
bereit, idealistisch aus Klimaschutzgründen einen Preis wie für
NaturWatt zu bezahlen.

So sei der Ausbau der Kernkraftnutzung eine Forderung des
Weltklimarates, in solche Methoden müssten nach Forschungsergebnissen
des IPCC jedes Jahr 147 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden,
sagte Heinze weiter. Die Stadt Erlangen ist Mitglied des europäischen
Klimabündnisses.

Heinze abschließend: "Deutschland handelt mit der erschreckenden
Zunahme fossiler Energieträger im Zuge des weltweit mit Kopfschütteln
zur Kenntnis genommenen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie
unverantwortlich."

Der Verein Nuklearia e.V. bietet daher den Erlanger Stadtwerken
Gespräche an, wie man einen Kernenergietarif am besten umsetzen und
auch überregional bewerben könne. Auch eine Kooperation bei der
Vermarktung könne man sich vorstellen.

Montag, 3. November 2014

Verstärkte Nutzung der Kernenergie als Klimaschutzmaßnahme nötig.

„Nuklearia eV. Regionalgruppe Franken fordert Konsequenz zum Bericht des Weltklimarates: Verstärkte Nutzung der Kernenergie als Klimaschutzmaßnahme nötig."


"Verschiedene Optionen sind verfügbar, mit denen die Erwärmung auf 2 °C wahrscheinlich beschränkt werden kann. Die jetzigen Minderungspläne sind dazu nicht ausreichend.(...)

Diese Szenarien beinhalten sowohl zügigere Verbesserungen der Energieeffizienz als auch eine Verdreifachung bis annähernd Vervierfachung des Anteils kohlenstofffreier und kohlenstoffarmer Energieversorgung durch Erneuerbare Energien, Atomenergie und fossile Energie gekoppelt mit Kohlenstoffabtrennung und -speicherung (CCS) bzw. Bioenergie mit CCS (BECCS) bis zum Jahr 2050. "

Quelle: http://www.de-ipcc.de/_media/141102_Kernbotschaften_IPCC_SYR.pdf


Im fünften Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC wird zum wiederholten Male auf die Bedeutung der Co-2 armen Energieerzeugung durch Kernkraftwerke hingewiesen. Die internationalen Klimawissenschaftler empfehlen unter anderem dringend den zügigen Ausbau der Kernenergie. 

Frank Heinze vom Erlanger Verein Nuklearia e.V.: "Der Weltklimarat setzt mit der neuesten Ausgabe des Weltklimaberichtes auf den Ausbau der Kernenergie und die Abscheidung von Kohlendioxid. In solche Methoden müssten jedes Jahr 147 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden. Deutschland handelt mit der erschreckenden Zunahme fossiler Energieträger im Zuge des weltweit mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommenen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie unverantwortlich. Eine neue Debatte über die Laufzeitverlängerung moderner deutscher Kernkraftwerke ist dringend notwendig.“ 

Kernkraft sei sauber, sicher und billig, China habe die Vorreiterrolle im Umweltschutz übernommen. Heinze weiter: "Derzeit befinden sich allein in China 31 neue Kernkraftwerke im Bau, 72 Reaktoren sind es weltweit. Bis 2030 sollen in China 150 neue Kernkraftwerke mit einer Kapazität von 200 Gigawatt in Betrieb sein. Hunderte Kohlekraftwerke können geschlossen werden, Millionen Menschen allein vor dem Smog-Tod gerettet werden.“


Der Nuklearia e.V. ist ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger Verein zur Förderung der Kernenergie. Mehr Infos unter: http://nuklearia.de/