Freitag, 12. Dezember 2014

Umweltschutzaktivisten mit Mahnwache vor dem Manhattan

Umweltaktivisten des Erlanger Vereins Nuklearia e.V.  haben am Donnerstag mit einer Mahnwache vor dem Kino Manhatten erneut die Einführung eines Kernenergietarifes bei den Stadtwerken gefordert. 

Anlass war der Besuch von Anton Hofreiter, MdB und Fraktionsvorsitzender der Grünen mit der "Klimatour Bayern".

Vereinsmitglied Frank Heinze:
"Der Weltklimarat setzt mit der neuesten Ausgabe des Weltklimaberichtes auf den Ausbau der Kernenergie und die Abscheidung von Kohlendioxid. In solche Methoden müssten jedes Jahr 147 Milliarden Euro zusätzlich investiert werden. Deutschland handelt mit der erschreckenden Zunahme fossiler Energieträger im Zuge des weltweit mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommenen Ausstiegs aus der Nutzung der Kernenergie unverantwortlich. Eine neue Debatte über die Laufzeitverlängerung moderner deutscher Kernkraftwerke ist dringend notwendig.

Wir haben den Stadtwerken schon vor Monaten angeboten, einen 100% - Kernenergietarif organisatorisch zu begleiten. Erlangen will schließlich Klimaschutzstadt sein. Fast zweitausend Menschen haben unsere Petition unterschrieben.“

Der Augsburger Energiedienstleister MAXENERGY GmbH bietet seit einer Woche einen Kernenergietarif an und wird förmlich überrannt. Mehr als dreitausend Neukunden wechselten in einer Woche zum sauberen Atomstrom.

Heinze hofft nun auf schnelle Einsicht in der Vorstandsetage und den Einstieg in einen lokalen Kernenergietarif.

Bildnachweis: Heinze, Nuklearia

Der Nuklearia e.V. ist ein gemeinnütziger und parteiunabhängiger
Verein zur Förderung der Kernenergie. Mehr Infos unter:
http://nuklearia.de/


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Nuklearia Erlangen kritisiert Medien zu angeblichem "Atomunfall"

Die Falschmeldungen zum angeblichen "Atomunfall" in der Ukraine führen beim Verein Nuklearia e.V. zu harscher Kritik an den Medien.

Frank Heinze von der Regionalgruppe Franken des Vereins Nuklearia e.V.
"Journalisten haben den Auftrag, Fakten zu liefern und Hintergründe zu recherchieren. das ist nicht geschehen.  Am Mittwoch wurden aber Gerüchte verbreitet, Mutmaßungen aus der hohlen Hand  gelesen undschlichtweg Panik geschürt. Das ist unverantwortlich."

Was ist genau passiert? Am Freitag, den 28.11.2014, hat es im Kernkraftwerk Saporischschja Block 3 in der Ukraine nach einem Kurzschluss in einem Traforaum (Nebentrafo) gebrannt. Das Ereignis wurde von der zuständigen Aufsichtsbehörde vorläufig mit INES 0 bewertet (Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung).

Während sich auf den Seiten der englischsprachigen internationalen Leitmedien kein Wort von einem Unfall fand, liefen in Deutschland schon die Liveticker, online und im Rundfunk. Hier zeigt sich der Vorteil der Printmedien, die schon einen Tag später lediglich über die Falschmeldung berichten."

Diese Falschmeldung reihe sich ein in ein versagendes System journalistischer Sorgfalt in Deutschland, wenn es um Kernenergie und deren zivile Nutzung ginge, so Heinze in einer Pressemitteilung.
Jedes noch so kleine Ereignis werde in Deutschland mit maximaler Katastrophenrhetorik in den Äther gefeuert, während die positiven Nachrichten über neue Reaktoren, den Klimaschutzaspekt, die Lösung des
Atommüllproblems oder Staaten, die neu in die Nutzung der Kernenergie einstiegen, gar nicht erst berichtet würden.

Hier sei die journalistische Selbstkontrolle gefordert, um wieder zurück zu einer faktenbasierten ausgewogenen Berichterstattung zu kommen.