Sonntag, 29. März 2015

Voller Erfolg der "Themenwoche Kernenergie 2015“



Voller Erfolg der "Themenwoche Kernenergie 2015“

Mit einer »Themenwoche Kernenergie« führt der Verein Nuklearia e.V. in Erlangen im März eine Aufklärungskampagne rund um das umstrittene Thema Kernkraft durch. Zwei Veranstaltungen wurden in Eigenregie geplant, die dritte Veranstaltung wurde von der Volkshochschule Erlangen organisiert. 


Zum Auftakt am Montag, dem 09. März zeigte die Nuklearia zum Thema "Kernenergie und Klimaschutz" den  preisgekrönte Robert Stone-Film "Pandora´s Promise". Anschließend fand eine Diskussion mit Jan Pflug, Pressesprecher von MAXATOMSTROM statt. Im gut gefüllten Saal der Volkshochschule Erlangen diskutierten die Zuschauer nach dem Film teilweise sehr kontrovers, aber sachlich und respektvoll bis gegen 22.30 Uhr.

Am Dienstag, 10. März, las und präsentierte der Physiker und Schriftsteller Fabian Herrmann »Die Freiheitsmaschine: Der Integral Fast Reactor und die Zukunft der Kernenergie«, anschließend gab es eine Diskussion. Der Vortrag war ein beeindruckender Parforceritt durch Wissenschaft, Lyrik, Philosophie und Science Fiction. Die anschließende Diskussion wurde aus zeitlichen Gründen ebenfalls gegen 22.00 Uhr abgebrochen.

Die Präsentation des Vortrages ist hier zu finden: http://nuklearia.de/2015/03/11/maschinen-der-freiheit-vortrag-zum-download/

Der Vortrag als Audiomitschnitt bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=-Skz2O7TOcQ&feature=youtu.be

Am Donnerstag, dem 12. März 2015 ging es um das Thema "Atommüll - Was tun mit dem nuklearen Abfall?" Raimund Kamm vom FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. und Rainer Klute, Dipl. Informatiker und Vorsitzender  von Nuklearia e.V. referierten über Chancen und Risiken und nahmen in einer anschließenden Podiumsdiskussion Stellung zu aktuellen Fragen. 

Die Nuklearia stellte das Konzept der sogenannten Transmutation vor mit deren Hilfe sich die Menge an hochradioaktiven Müll unter Energiegewinnung drastisch reduzieren lässt. Dadurch würde das politisch motivierte Problem der Endlagerung deutlich entschärft. Demgegenüber vertrat  Herr Kamm vom Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager die Auffassung, dass Transmutation nicht im entsprechenden Rahmen möglich sei. Auf den Hinweis, dass die Technik seit langem in Russland in Betrieb sei und gerade endgültig etabliert werde, blieb er eine Antwort schuldig. Man hatte den Eindruck, dass es Herrn Kamm überhaupt nicht um eine Lösung des Problems ging.

In der sich anschließenden allgemeinen Diskussion zum Thema Kernkraft und Energiepolitik kam das Gefühl auf, dass es den Gegnern der Endlagerung gar nicht um Lösungsansätze geht, sondern die Angst vor dem Atommüll instrumentalisiert wird, um die Erneuerbaren Energien weiter zu fördern. Herr Kamm ist im Übrigen Landesvorstandsmitglied des Bundesverbandes WindEnergie e.V. in Bayern, was diese Haltung erklärt. Der Hinweis seitens der Teilnehmer dass die Transmutation physikalisch erfolgreich ist, während eine Vollversorgung mit den sog. Erneuerbaren Energieträgern physikalisch/ökonomisch nicht funktioniert wurde nicht beantwortet.

Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht, insgesamt waren wohl mehr 200 Gäste anwesend. Ein Zeichen, so Moderator Frank Heinze von der Nuklearia Regionalgruppe Mittelfranken, dass Kernenergie trotz aller Negativpropaganda in Deutschland ein spannendes Thema ist. Man überlege nun, im nächsten Jahr eine ähnliche Aufklärungskampagne zu organisieren. 

Montag, 2. März 2015

Fukushima: GRS veröffentlicht neuen Bericht zur aktuellen Lage vor Ort

Anlässlich des vierten Jahrestages des Reaktorunfalls veröffentlicht die GRS die vierte, vollständig überarbeitet Version ihres Berichts „Fukushima Daiichi 11. März 2011 ‒ Unfallablauf, radiologische Folgen“. Der Bericht gibt einen aktuellen Überblick über den Kenntnisstand zu Ursachen und Ablauf des Unfalls. Gleichzeitig zeigt er auf, wie sich die radiologische Situation entwickelt hat und wie in den letzten vier Jahren am Standort mit den Folgen umgegangen wurde. Bis zu 11.000 Arbeiter monatlich waren dort im letzten Jahr damit beschäftigt, aufzuräumen und zu dekontaminieren. Gleichwohl werden die Arbeiten vor Ort nach Einschätzungen von Experten noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Weiterlesen: http://www.grs.de/aktuelles/fukushima-bericht-2015